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Sehenswürdigkeiten

Wasemer Turm

Wissenswertes, Daten & Fakten

Über Wasemer Turm

Der Turm steht heute im Herzen der Stadt an der Martinstraße und dem Prümer Wall. Ursprünglich gehörte er zur mittelalterlichen Befestigungsanlage der Stadt. Er wurde aus Bruchsteinen sowie teilweise aus römischem Gussmauerwerk errichtet, das beim Abbau des früher durch das Stadtgebiet verlaufenden Römerkanals gewonnen wurde. Der Turm befand sich an der südwestlichen Ecke der im Jahr 1820 abgerissenen Stadtmauer. Er ist dreigeschossig und zeichnet sich durch besonders dicke Mauern, eine innenliegende Treppe im Mauerwerk sowie zwei Kamine aus. Der Zugang erfolgte über den Wehrgang der Stadtmauer. In späterer Zeit ersetzte eine Dachhaube den ursprünglich vorhandenen massiven Zinnenkranz.

Der Wasemer Turm, der früher auch unter den Namen „Gaseler“ oder „Baseller Turm“ (1659) sowie „Waßer Turm“ (1705) bekannt war, war nach dem Bergfried der Rheinbacher Burg – dem heute freistehenden Hexenturm – der zweithöchste Verteidigungsturm der befestigten Stadt. Im 16. und 17. Jahrhundert diente er als Gefängnis.

In den 1980er Jahren konnte östlich des Turms archäologisch ein ehemaliges Stadttor, das Neutor, nachgewiesen werden. Dieses Tor wurde vermutlich gegen Ende des 17. Jahrhunderts in die zuvor geschlossene Stadtmauer eingefügt. Zudem entdeckte man Fundamente einer Brücke, die den Zugang zum Neutor über den einst die Stadt umgebenden, im 19. Jahrhundert zugeschütteten Wassergraben ermöglichte. Im Jahr 1983 wurde das Neutor auf den originalen Fundamenten wiedererrichtet und mit dem Wasemer Turm verbunden.

Seit 1973 hat die Stadt den Wasemer Turm an das Stadtsoldatencorps 1905 Rheinbach e.V. verpachtet. Auch das rekonstruierte Neutor steht dem Corps zur Nutzung zur Verfügung.

Öffnungszeiten, Kontakt & Adresse

Informationen für Besucher

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