Der vierstöckige, zweischalige romanische Rundturm wurde im 12. Jahrhundert aus Bruchsteinen errichtet, die überwiegend aus dem Abbruch des Römerkanals stammen. Eine dendrochronologische Untersuchung eines Eichenholz-Abortsitzes im Turm datiert die Burganlage auf das Jahr 1175, was die Entstehung in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts bestätigt. Der Wehrturm befand sich an der strategisch wichtigen Aachen-Frankfurter Heerstraße. Im Laufe der Zeit entstand unter der Herrschaft der Rheinbacher Familie um den Bergfried eine Burganlage, die im 13. Jahrhundert um eine Vorburg erweitert wurde. Der Turm bildete das Zentrum der Burg, die auf einem polygonalen Grundriss errichtet wurde. Später wurde der Turm in den Südostbereich der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Rheinbach integriert. Die Burg selbst ist heute größtenteils verschwunden; 1951 wurde an ihrer Stelle eine Schule gebaut.
Der Turm hat einen Durchmesser von 9 Metern, eine Höhe von 34,5 Metern und eine Mauerstärke von 2,2 Metern. Im Erdgeschoss befinden sich zwei Abortanlagen, im dritten Stock ein historischer Wandkamin sowie eine Öffnung zur ehemaligen Stadtmauer mit Wehrgang. Der Turm steht unter Denkmalschutz.

