26. April 2026 / Aus aller Welt

Tote und Verletzte bei Motorradunfällen in Deutschland

Das sonnige Frühlingswetter lädt Zweiradfahrer zu einer Spritztour ein. Doch die Freude am Fahren wird immer wieder von tödlichen Zwischenfällen überschattet.

Ein Motorradfahrer ist bei Marktbergel in Mittelfranken tödlich verunglückt.
Veröffentlicht am 26. April 2026 um 15:31 Uhr

Bei Verkehrsunfällen sind in Deutschland am Wochenende mehrere Motorradfahrer ums Leben gekommen. Im Süden und Westen der Republik wurden weitere Fahrer oder Fahrerinnen verletzt, die meisten von ihnen schwer, wie die zuständigen Polizeidienststellen mitteilten.

Unfallschwerpunkt Nordrhein-Westfalen

In der Region Aachen starb am Samstagabend ein 26-Jähriger bei einem Unfall in Würselen. Er war laut Polizei aus bislang ungeklärter Ursache mit dem Wagen eines 60-Jährigen zusammengestoßen. Der junge Motorradfahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen, der Autofahrer wurde schwer verletzt in eine Klinik gebracht.

Kurz davor kam es im Kreis Kleve zu einem weiteren schweren Unfall: Ein 32-Jähriger stürzte in Goch alleinbeteiligt an einer Kreuzung. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen per Hubschrauber in eine Klinik geflogen und schwebt weiterhin in Lebensgefahr, wie es hieß. 

Auch im Kreis Borken verunglückte ein 42 Jahre alter Motorradfahrer bei einem Unfall auf einer Landstraße tödlich. Der Mann war aus bislang ungeklärter Ursache in einer Linkskurve von der Fahrbahn abgekommen und hatte dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, wie die Kreispolizei Borken berichtete. Er starb noch an der Unfallstelle. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.

Zusammenstöße auch in Süddeutschland

Am Samstagmittag ist ein 21-jähriger Motorradfahrer bei Kirchentellinsfurt im Kreis Tübingen mit einem Auto zusammengestoßen und gestorben. Er starb trotz Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle auf der Bundesstraße 27, wie die Polizei mitteilte.

Der 21-Jährige wollte demnach von der rechten auf die linke Spur wechseln. Dabei stieß er mit dem Auto eines 18-Jährigen zusammen. Der Motorradfahrer stürzte und zog sich dabei den Angaben zufolge schwerste Verletzungen zu. Kurze Zeit später starb er an der Unfallstelle.

Bei einem Unfall auf einer Landstraße in Hessen ist ein weiterer Motorradfahrer ums Leben gekommen. Der 52-Jährige aus dem Main-Kinzig-Kreis war laut Polizei gegen Mittag auf der Bundesstraße 236 im Landkreis Waldeck-Frankenberg unterwegs. Nach ersten Erkenntnissen wollte er einen Lastwagen überholen und kollidierte dabei mit einem entgegenkommenden Auto. Der 24 Jahre alte Autofahrer wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Der 52-jährige Biker starb noch an der Unfallstelle.

Tödliche Situation in Mittelfranken

In Mittelfranken endete eine Situation in der Nacht zu Sonntag ebenfalls tödlich: Bei Marktbergel im Landkreis Neustadt an der Aisch wurde ein 33-jähriger Motorradfahrer an einer Einmündung zur A13 von einem Auto angefahren. Der Fahrer hatte ihn offenbar übersehen, wie die zuständige Polizeidienststelle mitteilte. Der Motorradfahrer starb noch an der Unfallstelle. Der 22-jährige Autofahrer sei schwer, seine drei Mitfahrer leicht verletzt worden. 

Am Samstagnachmittag verunglückten im baden-württembergischen Leimen innerhalb kurzer Zeit zwei Fahrer mit ihren Maschinen. In beiden Fällen verloren diese in einer Kurve aus bislang ungeklärten Gründen die Kontrolle. Ein 25-Jähriger wurde dabei schwer, ein 33-Jähriger leicht verletzt.

Glück im Unglück hatte eine 25-jährige Motorradfahrerin im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Auch sie stürzte in einer Kurve und zog sich schwere, jedoch keine lebensbedrohlichen Verletzungen zu.

Fahrerflucht nach schwerem Unfall in Niedersachsen

Bei einem Frontalzusammenstoß von Auto und Motorrad im Landkreis Goslar in Niedersachsen sind zwei Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Am Samstagnachmittag mussten mehrere Autos auf der Bundesstraße 248 in Seesen stark bremsen, darunter auch ein 59 Jahre alter Motorradfahrer, wie die Polizei mitteilte. Ursache war demnach, dass ein Autofahrer vorher grundlos bis zum Stillstand gebremst hatte.

Der Motorradfahrer stürzte bei seiner Vollbremsung und rutschte mit seiner Maschine in den Gegenverkehr. Dort stieß er frontal mit dem Kleinwagen einer 60-Jährigen zusammen. Dabei wurde der Motorradfahrer schwer verletzt. Der mutmaßliche Unfallverursacher floh. In dem Auto, einem Sportwagen mit rotem Händlerkennzeichen, sollen nach Angaben von Zeugen zwei junge Männer gesessen haben.


Bildnachweis: © Kevin Weddig/NEWS5/dpa
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