17. Juli 2026 / Aus aller Welt

Halbe Milliarde für Erneuerung der Autobahn-Rastplätze nötig

Ein Rastplatz-Test des ADAC hatte massive Defizite gezeigt. Sie zu beheben, wird teuer.

Um die Toiletten auf Deutschlands Autobahn-Rastplätzen zu erneuern, bräuchte es Hunderte Millionen Euro. (Archivbild)
Veröffentlicht am 17. Juli 2026 um 04:00 Uhr

Die Autobahn GmbH des Bundes sieht hohe Kosten für bessere Rastplätze und Toiletten. In den nächsten Jahren brauche man rund eine halbe Milliarde Euro für die Sanierung der Anlagen und anliegenden Flächen, heißt es von der staatseigenen Gesellschaft, die sich seit 2021 um die deutschen Autobahnen kümmert. Das Geld dazu müsse vom Bund kommen. 

Die Prognose ist Teil der Reaktion auf einen Test des ADAC, bei dem dieser vielen Toiletten an unbewirtschafteten Rastplätzen schlechte Noten gegeben hatte. Dessen Ergebnisse nehme man «sehr ernst», erklärte ein Sprecher. Bei der Sanierung und Weiterentwicklung der Parkplätze mit WC habe man massive Investitionen zu tätigen. «Zahlreiche veraltete Rastanlagen benötigen eine umfassende Modernisierung.» Dabei gehe es aber nicht nur um Toiletten, sondern auch um Aufenthaltsbereiche und Verkehrsflächen. Kurzfristig stünden 100 Anlagen an, die erneuert werden müssen.

Standardisierung soll helfen

Helfen soll dabei, dass neue Toilettengebäude künftig bundesweit standardisiert gebaut werden. «Für Neubauten und Sanierungen kommt ein modularer Gebäudetyp zum Einsatz. Die Vorteile: geschlossene Kabinenbauweise, Dämmung sowie eine pflegeleichte Innenausstattung.» Die Kabinenanzahl könne aber an Größe und Frequentierung der Standorte angepasst werden.

Bei der ADAC-Stichprobe an 50 unbewirtschafteten Rastplätzen war fast die Hälfte schlecht bewertet worden - meist wegen der Toiletten. Diese erhielten sogar in fast zwei Drittel der Fälle ein mangelhaft oder sehr mangelhaft. Teilweise waren laut Verkehrsclub die Toiletten gesperrt oder kein Toilettenpapier vorhanden, oft fehlten Seifenspender, Handtrockner funktionierten nicht, und vielfach ließ die Sauberkeit zu wünschen übrig.


Bildnachweis: © Hannes P. Albert/dpa
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