Nach der Explosion in Monaco mit Schwerverletzten suchen die Behörden eine Ukrainerin mit Wohnsitz in Deutschland. Anders als zunächst gedacht, handle es sich bei der verdächtigen Person um eine Frau und nicht um einen Mann, sagte Morgan Raymon von der Staatsanwaltschaft Monaco. Die Verdächtige, die sich als Mann verkleidet hatte, werde mit internationalem Haftbefehl gesucht. «Nach ersten Erkenntnissen und Ermittlungen der monegassischen Strafverfolgungsbehörden hatten sich Bezüge nach Hessen ergeben», teilte das Landeskriminalamt (LKA) Hessen mit. Am Donnerstag sei im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens eine von der 39 Jahre alten Ukrainerin angemietete Wohnung im Main-Taunus-Kreis durchsucht worden. «Des Weiteren wurde ein von ihr genutztes Fahrzeug durchsucht und sichergestellt.» Die Frau stehe im Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein, schrieb das LKA. Beweismittel seien an die monegassischen Behörden übergeben worden. «Die gesuchte Frau befindet sich aktuell auf der Flucht.» Am Montagabend hatte es am Eingang eines Wohngebäudes eine heftige Explosion in Monaco gegeben. Drei Menschen wurden dabei schwer verletzt. Zuvor hatte eine Person dort den Angaben nach ein Paket abgelegt, später war sie geflohen. Ermittelt werde wegen versuchter Tötung und einer Sprengstoffstraftat. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Verdächtige nicht alleine gehandelt hat. Zwischenzeitlich nahmen sie zwei Männer fest. Weil diese aber wohl nicht aktiv an der Tat beteiligt waren, kamen sie wieder frei. Zur Identität der Opfer hatte die Staatsanwaltschaft keine Angaben gemacht. Nach Medienberichten in Monaco, Frankreich und der Ukraine soll es sich um einen ukrainischen Oligarchen, seine Ehefrau und einen Sohn des Paares handeln.Drei Schwerverletzte bei Explosion
Bildnachweis: © Philippe Magoni/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Explosion in Monaco: Ukrainerin aus Deutschland verdächtigt
Bei einer Explosion in Monaco wurden Anfang der Woche drei Menschen schwer verletzt. Nun steht fest: Die Behörden verdächtigen keinen Mann, sondern eine Frau. Die Spur führt auch nach Deutschland.
Meistgelesene Artikel
- 2. Juli 2026
A1/A61: Wochenend-Vollsperrung zwischen Erftstadt und Kreuz Bliesheim in beide Richtungen
Von Freitag, 21 Uhr, bis Montag, 5 Uhr, wird die A1/A61 zwischen der Anschlussstelle Erftstadt und dem Autobahnkreuz Bliesheim vollgesperrt
- 16. Juni 2026
Jugendlicher stellt sich nach Schuss auf Polizisten
Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien wird in Göttingen ein Polizist schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter ist zunächst auf der Flucht - dann aber stellt er sich.
- 14. Juni 2026
Launisches Wetter zum Montag – Hitze zur Wochenmitte
Die neue Woche startet überwiegend grau – nur in Teilen von Deutschland setzt sich die Sonne durch. Wo ab Mittwoch heiße Luftmassen dann Temperaturen von teils über 30 Grad mit sich bringen.
Neueste Artikel
In Spanien starben viele Menschen bei einem Waldbrand. In Nürnberg kämpften Einsatzkräfte ebenfalls gegen Flammen. Wie gut sich Feuerwehren gerüstet sehen.
- 12. Juli 2026
Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit
Sollte die Geschwindigkeit auf Autobahnen begrenzt werden? Eine neue Studie beschäftigt sich mit dieser Frage und kommt zu einer eindeutigen Antwort.
Weitere Artikel derselben Kategorie
In Spanien starben viele Menschen bei einem Waldbrand. In Nürnberg kämpften Einsatzkräfte ebenfalls gegen Flammen. Wie gut sich Feuerwehren gerüstet sehen.
- 12. Juli 2026
Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit
Sollte die Geschwindigkeit auf Autobahnen begrenzt werden? Eine neue Studie beschäftigt sich mit dieser Frage und kommt zu einer eindeutigen Antwort.

