Die Bundesregierung will Venezuela nach den schweren Erdbeben schnell Hilfe leisten. «Dafür stehen Hilfsgüter, wie etwa Wasserfilter, Feldbetten, Zelte oder Generatoren bereit», teilten das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium nach einer koordinierenden Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung mit. Die einzelnen Ressorts seien zudem in Abstimmungsgesprächen mit zivilen Hilfs- und Katastrophenschutzorganisationen. Venezuela habe am Nachmittag ein internationales Hilfeersuchen nach dem EU-Katastrophenschutzmechanismus gestellt. Europäisch abgestimmt würden nun Unterstützungsmöglichkeiten geprüft. Das Auswärtige Amt sei seit der Nacht mit den deutschen Einsatzteams in der Katastrophenhilfe und internationalen Partnern in Kontakt. Noch am Donnerstag sollen Vorab-Teams des Technischen Hilfswerkes (THW) und weiterer Organisationen gemeinsam mit Kollegen aus der Schweiz zur Abklärung der Lage in die Region aufbrechen. Beim Lufttransportgeschwader 62 der Luftwaffe im niedersächsischen Wunstorf liefen Vorbereitungen für den Einsatz von sechs Transportflugzeugen des Typs A400M. Darunter ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums eine Maschine, die als «MedEvac» genutzt werden kann, also für den medizinischen Krankentransport. Der Verband bereitet sich demnach auch darauf vor, als logistisches Drehkreuz für zivile Hilfs- und Katastrophenschutzorganisationen, wie dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem THW zu fungieren und angelieferte Hilfsgüter auszufliegen. Zum Beginn eines möglichen Hilfseinsatzes würde das Kontingent des Lufttransportgeschwaders den Kontingentführer, die fliegende Besatzung, und ein kleines Technikteam umfassen, so das Ministerium. Der A400M könne bis zu 16 Tonnen Material und Personal transportieren. Nach aktuellen Planungen würden Flüge in die 8200 km entfernte Krisenregion rund 13 Stunden an reiner Flugzeit benötigen.Bundeswehr ist zur Hilfe bereit
Bildnachweis: © Moritz Frankenberg/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Deutschland bereitet Erdbebenhilfe für Venezuela vor
Nach einem Hilfeersuchen aus Venezuela laufen in Deutschland die Vorbereitungen für einen Hilfseinsatz. Sechs Transportflugzeuge stehen bereit.
Meistgelesene Artikel
- 16. Juli 2026
Drei Tote bei Sturz von Harzturm
Drei Menschen sterben nach einem Sturz von einem 65 Meter hohen Aussichtsturm im Harz. Was bislang bekannt ist.
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 7. August 2026
Street Food Festival Rheinbach
Kulinarisches Wochenende auf dem Prümer Wall
Neueste Artikel
- 15. August 2026
Bewohner kehren nach Waldbrand in Hürtgenwald zurück
Die Flammen rückten bis auf 250 Meter an die Häuser heran – jetzt dürfen die Menschen zurück. Der Landrat des Kreises Düren gab am Abend seine Zustimmung.
- 15. August 2026
Brand im Hohen Venn: Monschau bereitet Evakuierungen vor
Monschau bereitet sich auf die mögliche Evakuierung wegen eines Waldbrandes auf belgischer Seite vor. Die deutsche Stadt in Grenznähe plant Notunterkünfte. Im Hürtgenwald entspannt sich die Lage.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. August 2026
Bewohner kehren nach Waldbrand in Hürtgenwald zurück
Die Flammen rückten bis auf 250 Meter an die Häuser heran – jetzt dürfen die Menschen zurück. Der Landrat des Kreises Düren gab am Abend seine Zustimmung.
- 15. August 2026
Brand im Hohen Venn: Monschau bereitet Evakuierungen vor
Monschau bereitet sich auf die mögliche Evakuierung wegen eines Waldbrandes auf belgischer Seite vor. Die deutsche Stadt in Grenznähe plant Notunterkünfte. Im Hürtgenwald entspannt sich die Lage.

