17. April 2026 / Aus aller Welt

Bewaffnete halten mehrere Geiseln bei Banküberfall in Neapel

Mitten in Neapel stürmen Bewaffnete eine Bank, halten etwa 25 Menschen fest und plündern Schließfächer. Die Täter verschwinden spurlos - wohl über einen unterirdischen Tunnel.

Eine Spezialeinheit der Carabinieri stürmt während eines Überfalls eine Bank in Neapel.
Veröffentlicht am 17. April 2026 um 10:26 Uhr

Spektakulärer Banküberfall in Süditalien: Eine bewaffnete Bande ist am Donnerstagnachmittag gewaltsam in eine Bankfiliale im Zentrum von Neapel eingedrungen und hat dort nach Angaben der italienischen Polizei Dutzende Schließfächer geplündert. Während des Überfalls hielten die maskierten Täter etwa 25 Menschen rund zwei Stunden lang als Geiseln fest.

Nach ersten Erkenntnissen verschafften sich mindestens drei Räuber Zugang zu der Filiale. Kunden und Angestellte wurden in einem Nebenraum zusammengetrieben, mehrere von ihnen mit Schusswaffen bedroht. Währenddessen brachen die Mittäter die Schließfächer in der Bank auf.

Täter wohl über unterirdischen Tunnel geflüchtet

Ein Passant hatte die Polizei alarmiert, nachdem ihm verdächtige Bewegungen in der Bank aufgefallen waren. Einsatzkräfte sperrten daraufhin das Umfeld im Zentrum der Stadt ab und umstellten das Gebäude. Der Polizei gelang es wenig später, die Eingeschlossenen nach und nach in Sicherheit zu bringen. Verletzt wurde niemand, einige Menschen wurden wegen Schocks medizinisch versorgt.

Als Spezialkräfte die Filiale stürmten, waren die Täter bereits weg - wahrscheinlich flohen sie durch einen unterirdischen Tunnel. Ermittler vermuten eine Verbindung zum Abwassersystem. Wie hoch die Beute ist, war zunächst unklar. Am Abend versammelten sich zahlreiche Betroffene vor der Bank, um Informationen zu erhalten. Die Stimmung vor Ort war zeitweise angespannt.


Bildnachweis: © Salvatore Laporta/Kontrolab/IPA via ZUMA Press/dpa
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