28. Juni 2026 / Aus aller Welt

Übersterblichkeit während Hitzewelle in Frankreich

Die außergewöhnliche Hitzewelle in Frankreich geht zu Ende. Seit Mittwoch wurden rund 1.000 Todesfälle mehr als üblich registriert. Die Zahlen sind vorläufig, die Bilanz könnte noch steigen.

Rund 85 Prozent der während der Hitzewelle registrierten Todesfälle entfallen auf Menschen ab 65 Jahren.
Veröffentlicht am 28. Juni 2026 um 15:36 Uhr

Während der extremen Hitzewelle in Frankreich sind nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde rund 1.000 Todesfälle mehr als im Durchschnitt registriert worden. Die seit Mittwoch erhobenen Daten seien vorläufig und noch nicht abschließend ausgewertet, teilte Santé publique France mit. Rund 85 Prozent der registrierten Todesfälle entfielen demnach auf Menschen ab 65 Jahren.

Besonders auffällig sei der Anstieg der Todesfälle in Privathaushalten, der um rund 40 Prozent höher liege als üblich. Dies betreffe insbesondere die Region Île-de-France - also den Großraum Paris.

Die Behörde verwies darauf, dass die Auswertung auf elektronischen Todesbescheinigungen beruhe, die nur einen Teil der landesweiten Sterblichkeit erfassten. Die tatsächlichen Zahlen dürften daher höher liegen. Zudem träten gesundheitliche Folgen extremer Hitze häufig erst zeitverzögert auf.

Nach Tagen außergewöhnlicher Hitze gingen die Temperaturen in weiten Teilen Frankreichs am Sonntag wieder zurück.


Bildnachweis: © Lionel Bonaventure/AFP/dpa
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