24. April 2026 / Aus aller Welt

Behörde warnt vor Potenzmittel-Schokolade

Ein rotes «Make Love»-Herzchen ist auf der Schoko-Verpackung. Was harmlos aussieht, kann gefährlich sein, Kontrolleure raten vom Verzehr ab. Es geht um den Wirkstoff Sildenafil – schon wieder.

Lebensmittelkontrolleure warnen vor illegalen Produkten mit dem Wirkstoff Sildenafil. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 24. April 2026 um 15:33 Uhr

Lebensmittelkontrolleure warnen vor den Gesundheitsgefahren von Lebensmitteln, die das Potenzmittel Sildenafil enthalten und illegal verkauft werden. Nachdem das Kölner Ordnungsamt im März ein Nahrungsergänzungsmittel und ein Getränk namens «Drill Ginseng Drink» mit dem Viagra-Wirkstoff Sildenafil gefunden und aus dem Verkehr genommen hat, stieß das Amt unlängst bei einer Kiosk-Kontrolle auf frei verkäufliche Sildenafil-Pillen. Auch die können gefährliche Nebenwirkungen haben.

Im Internet waren sie ebenfalls zu haben, Amazon nahm sie nach einem Hinweis aber aus dem Verkauf, wie ein Sprecher des NRW-Verbraucherschutzministeriums berichtete. Sildenafil darf wegen seiner Nebenwirkungen nur mit ärztlicher Erlaubnis genommen werden. Die sichergestellten Produkte waren in Deutschland nicht zugelassen. Das Ministerium veröffentlichte entsprechende Lebensmittel-Warnungen. Die illegalen Produkte kamen laut Verpackung aus der Türkei, also aus einem Land außerhalb der EU – das erschwert die Arbeit deutscher Kontrollbehörden.

Schokolade mit Nebenwirkungen

Nun wurden Kölner Kontrolleure erneut fündig: Dieses Mal stellten sie bei einer Routinekontrolle eines Händlers dunkle Schokolade namens «evelle Hilti» sicher, auf der ein Herzchen samt der Aufschrift «Make Love» zu lesen ist. Das Produkt einer türkischen Firma enthalte den verschreibungspflichtigen Wirkstoff Sildenafil, der Verzehr der Schokolade könne zu Dauererektion, Kopfschmerzen, Gesichtsrötungen, Wahrnehmungsstörungen und vermindertem Reaktionsvermögen führen, warnt das Verbraucherschutzministerium.

Die türkische Firma hatte keine Person angegeben, die für das Produkt in der EU verantwortlich ist. Auch deshalb ist das Produkt hierzulande verboten. Der Vertriebsweg sei nicht bekannt, es werde von einem bundesweiten Vertrieb ausgegangen. Am selben Tag veröffentlichte das Ministerium eine Warnung vor einer Schokolade namens «Ginseng 48 hours Gold Chocolate», die ebenfalls Sildenafil enthalte. Hier die gleiche Geschichte: Der Vertriebsweg war unklar und es war kein Verantwortlicher aufgeführt.


Bildnachweis: © Sina Schuldt/dpa
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