11. April 2026 / Aktuell

SoKo Amtsgericht

Detros neuer Rheinbach-Krimi

Veröffentlicht am 11. April 2026 um 05:00 Uhr

Günter Detro, Autor zahlreicher Bücher, kehrt wieder an den Tatort zurück. Der liegt einmal mehr in Rheinbach, genauer gesagt: Im Vorgarten des Amtsgerichts. Ein Fall für die Sonderkommission um den schwer verliebten Hauptkommissar Jost Brecht. Das Buch ist ab sofort für 14 Euro  im lokalen Buchhandel erhältlich. 
 
Detro, der gebürtige Aachener, ist seit vielen Jahren in der Glasstadt beheimatet. Der ehemalige Lehrer für Englisch und Erdkunde des Städtischen Gymnasiums kennt sich bestens mit den hiesigen Gegebenheiten aus. Und so fließt nach Soko Schlafsack und SoKo Ausbruch auch im neuen „SoKo Amtsgericht“ viel Lokalkolorit in die Handlung ein. Diese nimmt fulminant mit einer umgestürzten Leiter, einem Farbeimer und einer Leiche im Vorgarten des ehrwürdigen Rheinbacher Amtsgerichts ihren Anfang. Schon vor den ersten Ermittlungen werden der Polizist Arne Federkern und Kommissarin Ludmilla Przyleck  („Milla“) von der Spurensicherung Teil der Handlung. Hauptkommissar Jost Brecht, eben noch am Schießstand der Hubertusschützen in Oberdrees, wird vom Oberstaatsanwalt Reiter (auch der ein alter Bekannter) zum Kopf einer Ermittlungsgruppe ernannt.  

Detro beleuchtet schon früh die Täterperspektive, ohne auf überraschende Wendungen zu verzichten, und zugleich weckt er durchaus Sympathien für die differenziert gezeichneten Antagonisten. Sympathien hat der Autor aber vor allem für die unbeholfene Verliebtheit Jost Brechts (in Milla), dessen Unsicherheit in der Chefrolle und den beinah zwanghaften Hang zur sprachlichen Genauigkeit sowie die kindliche Freude an Worträtseln und Sprachwitzen. Bei all der leicht skurrilen detroschen Komik und dem lokalen Setting - von Meckenheim über Swisttal bis Euskirchen - ist es ein richtiger Krimi, und darin bleibt es nicht bei dem einen Toten. Im Gegenteil, Detro zeigt geradezu diebische Freude an der Eskalation, und so muss die SoKo nicht nur noch weitere Morde, sondern auch das Verschwinden eines DB-Triebwagens auf dem Weg von Euskirchen nach Meckenheim aufklären. 

Auf die Frage nach dem Ursprung der Ideen zu seinem Buch antwortet der Autor, „die herrliche Fassade des Rheinbacher Amtsgerichts, die faszinierende Herausforderung, einen ganzen Triebwagen der Bundesbahn verschwinden zu lassen und die Begeisterung von Freunden für das Geo-Caching“ hätten ihn inspiriert, und er sei eben mit einer lebhaften Phantasie ausgestattet. Die, so fügt er augenzwinkernd hinzu, habe ihn ein Jahr lang bei der Erstellung des Manuskriptes nicht verlassen.  
 
Neu ist, dass Detro seinen dritten SoKo-Band nun ganz autonom publiziert, weswegen „SoKo Amtsgericht“ nur im niedergelassenen Rheinbacher Buchhandel (Thalia und kunterbunt) zu erwerben ist. Aber der Weg in die kriminelle Glasstadt als auch der Buchkauf werden mit viel Lesegenuss zu einem günstigen Preis belohnt. „Als Lokalpatriot und Rheinbach-liest-Aktiver bin ich stolz auf die rege Publikationstätigkeit unseres Vereinsmitglieds“, meint Gerd Engel schmunzelnd und erwartet sehnsüchtig eine Fortsetzung der SoKo-Reihe, „auch im Sinne der Liebesgeschichte zwischen Brecht und Milla.“ 

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